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And We’re Going to San Francisco (and Back)

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New York, San Francisco und New Orleans sind die Städte, die ich in den USA unbedingt sehen will. Letztes Wochenende bin ich nach Norden zur San Francisco Bay gefahren und kann einen Hacken bei der Stadt setzen; einen Besuch in New Orleans muss ich auf unbekannte Zeit verschieben.

Wir nahmen den Highway 5, der uns in sechs Stunden in die Mitte Kaliforniens brachte. Die Strecke ist nicht besonders aufregend, denn es geht schnurgeradeaus durch eine Berg- und Hügellandschaft, die aussehen, als hätten sich Dinosaurier auf den Boden gelegt und dann ist Gras darüber gewachsen (Copyright: Gabrielle).

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Irgendwann ließ mich Gabrielle hinters Steuer. Ich fuhr also das erste mal mit einem Automatik-Auto, was auch nicht weiter schlimm ist, außer dass ich manchmal ins Leere griff, als ich schalten wollte. Kurz vor San Francisco kamen wir dann in Nebel und plötzlich war die Straße sechsspurig, das brachte mich etwas aus dem Konzept und ich wurde darum gebeten, wieder auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen.

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Ich habe nun also schon auf drei Kontinenten unter Beweis gestellt, welch miserable Autofahrerin ich bin: Auch in China wollte man mich nicht mehr fahren lassen, nachdem ich beinahe eine Kuh ins Jenseits beförderte. (Wobei ich dort auch das Highlight meiner Autofahrkarriere erlebte, als ich nach einem Unfall – nicht von mir – ganz knapp an einem Abhang entlang fahren musste. Immerhin gibt es einen Zeugen!)

Irgendwann kamen wir also in San Francisco an und fuhren über die Bay Bridge (nicht die Golden Gate!) in die Stadt hinein:     DSC_0105

Später am Abend ass ich zum ersten Mal Sushi und musste feststellen, dass ich es widerlich finde.

In San Francisco gibt es eine berühmte Chinatown (so wie in jeder amerikanischen Großstadt, in der ich bisher war):

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San Francisco ist die Heimat der Beat-Generation, die in den 50er Jahren die Schriftsteller Jack Kerouac and Allen Ginsberg hervorbrachte. Von letzterem kaufte ich mir in einem legendären Buchladen eine illustrierte Ausgabe seines berühmtesten Gedichts “Howl”.

“Jack Keruoac passed out here”:

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Zu Fuss in San Francisco unterwegs zu sein ist eine anstrengende Sache, denn es gibt über 40 Hügel in der Stadt:

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Natürlich fuhren wir auch zur Golden Gate Bridge:

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Der Blick von der Golden Gate Bridge zur Gefängnisinsel Alcatraz (inklusive Zeppelin), über die ich noch gesondert schreiben werde:

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Und im Castro, dem LGBT-Viertel, waren wir. Regenbogenflaggen überall: “Entweder sind hier alle gay, extrem glücklich oder Einhörner”.  DSC_0222

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Ich hatte das Ladegerät in Los Angeles vergessen und machte deshalb bei weitem weniger Fotos als normalerweise. Ich fühlte mich wie in analogen Zeiten, als man noch darüber nachdachte, ob man ein Foto macht oder nicht und nicht einfach mal zehn Fotos von allem schiesst.

Der Rückweg führte über eine der “schönsten Küstenstraßen”, wie es in meinem Reiseführer steht und das ist sicherlich nicht gelogen. Denn der Highway 1 führt direkt an der Küste Kaliforniens entlang und ist deshalb sehr kurvenreich und zum Teil kamen wir in in einer Stunde so nicht mal 20 Meilen weit. Aber das machte nichts, denn die Aussicht war diese:

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Unser Gefährt:

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Ich fuhr auf dem Rückweg ziemlich lange und hatte am Schluss sogar meine persönliche Challenge: Den Großstadtverkehr von Los Anegeles meistern. Und – ich habe keinen Unfall gebaut, das sehe ich eindeutig als bestanden.

Außerdem hatte ich an dem Tag unglaubliche Kopfschmerzen und ich vermute sogar eine kleine Gehirnerschütterung. Denn die Nacht zuvor haben wir bei einer Freundin Gabrielles in Santa Cruz verbracht. Ihre Wohnung hat relativ niedrige Decken und natürlich habe ich die Herausforderung angenommen, ob ich an die Decke springen kann. Ich habe sie mit meinen Haaren leicht gestreift, doch das war mir nicht genug. Also habe ich es mit voller Kraft noch ein Mal versucht. Es muss ein Bild für sämtliche Götter gewesen sein, als ich wie ein nasser Sack auf den Boden fiel, nachdem ich mit meinem Kopf gegen Holz gerumpelt bin. Zum Glück gibt es in amerikanischen Haushalten immer Eiswürfel, die ich mir auf meine großflächige Beule legen konnte. Dazu gibt es nur einen wahren Kommentar: “Why am I dumb?”

Das Semester ist zu Ende!

Heute war der letzte offizielle Tag meines Semester. Meine Abschlussprüfung war eine Worldbank-Simulation und heute morgen gab es ein Zertifikat dafür, dass wir am Washington Semester Program teilgenommen haben.

Mein Professor stellte uns sogar eine kleine Broschüre zusammen, mit allen Gruppenfotos und Auflistung, wo wir welche Themen mit welchen Menschen diskutiert haben. Das ist sicherlich eine sehr gute Erinnungsstütze und toll zum einfach Durchblättern. Wir haben eine ganze Menge gemacht, wenn ich mal einfach übernehme, was Professor Metha als Zusammenfassung geschrieben hat:

  • 54 Seminare außerhalb des Campuses
  • 27 Vorlesungen und Workshops
  • 79 Gastredner
  • 2 Kommissionsanhörungen im Congress
  • 3 Bücher und unzählige Artikel und Reporte
  • 4 Gruppenpräsentationen
  • 4 Policy Memos
  • 1 schriftliche Prüfung
  • 1 Klassendiskussion
  • 1 Simulation
  • 2 Dokumentationen
  • 4 Museumsbesuche

Professor Nimai Metha händigt mit das Washington Semester Program Zertifikat aus, das drei Tage später hässliche (sehr große) schwarze Flecken hat, weil ich Cola darüber geschüttet habe und nach Waffenöl riecht, weil ich eine Flasche davon auf das Zertifikat stellte, um es über der Heizung zum Trocknen zu befestigen. Whatever, hier das Foto:

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Jenny und ich in dieser amerikanische Graduationrobe mit passendem Hut:

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Vier Tage habe ich noch in DC und dann gehts wieder nach New York.

Ein Nachmittag auf der Mall

Während es – soweit mir berichtet wird – typisch herbstliches nass-kaltes Ekelwetter hat, ist es hier – meist – noch schön warm. Genau deshalb sind Gabrielle und ich gestern zur National Mall gefahren, um den Herbsttag draußen zu genießen.

Die National Mall im Grunde ein drei Kilometer langes Stück Rasen zwischen Kapitol und dem Lincoln Memorial. Dazwischen befindet sich das Washington Monument, das World-War-II-Memorial und der reflektierende Pool. Das klingt eher unbekannt, wenn ihr aber die folgenden Bilder seht, wisst ihr wahrscheinlich, von was ich spreche.

Blick vom Washington Monument zum Kapitol (das eine Ende der National Mall):

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Und vom Washington Momument zum anderen Ende, dem Lincoln Memorial:

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Das Washington Monument ist mit knapp 170 Metern das höchste Gebäude der Stadt:

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Dort haben wir uns auf dem Rasen gemütlich gemacht (für die Nerds: es gibt dort sogar Free W-Lan!) und gelesen, geschrieben und in die Sonne geblinzelt. Große Demonstrationen oder Kundgebungen finden immer dort statt, genauso wie Feste, wie zum Beispiel das National Book Festival Ende September. An einem sonnigen Tag wie gestern joggen aber auch Unmengen an Menschen rum, es spielen Leute Kickball (wie Baseball, aber ohne werfen, sondern wie Fussball – also spannender) oder Frisbee. Und nicht zu vergessen natürlich die Touristen. Kurz: Es ist viel los.

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Als die Sonne unterging, machten wir uns auf nach Westen Richtung Lincoln Memorial: Davor ist der “Reflecting Pool”, in den Forrest Gump und Jenny sprangen, sich entgegenliefen und küssten. Hach!

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Hier gibts mehr Bilder von der National Mall.



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